Detlev Fock's Jazztherapie

09.05.2012 neu: 1)
 

Leben ist Improvisation. Jazz ist Improvisation.

Einst wollte ich mal einem Jazzfestival in meiner Geburtsstadt auf die Beine helfen. "Du bekommst auch einen Platz für Dein Logo auf dem Plakat!" Weder Logo noch zu bewerbendes Produkt war vorhanden, also mußte improvisiert werden. So entstand diese Homepage als ein schönes Beispiel für Im- (Un-) pro- (voraus-) visation (sehbares) im Leben.

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (Karl Valentin)

Die Arbeit mache ich mir gern, weil mich das Thema schon lange interessiert: Was hat Jazzmusik mit dem Leben zu tun? Ich glaube, eine Menge. Bei aller Organisation stehen wir doch immer vor Situationen, in denen wir improvisieren müssen und in denen Modelle aus der Jazzmusik vielleicht hilfreich sein können.

Diese Seiten erheben keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und werden dauernd weiter erimprovisiert.

 

Inhalt:

1. Harmonie ist langweilig

2. Fehler sind prima

3. Frauen mögen's wild

4. Der Rhythmus, mit dem man mit muß

5. Jazz und Drogen

6. Musiker, bleib bei Deinen Noten!

7. Der Langsamste bestimmt das Tempo

8. Dem Bandmanager muß es gutgehen

 

neu: 9. Auf die Art kommt es an

 

1. Harmonie ist langweilig

Menschen sind so unterschiedlich wie Jazzmusiker. Tatsächlich kann ein geschultes Gehör nach den ersten drei Tönen den Interpreten erkennen. Das macht Jazz so vielfältig und spannend: Das Individuum mit seinem musikalischen Charakter ist zu hören (der vom persönlichen Charakter abweichen kann: Stan Getz und Ben Webster sind für ihren sanften Ton bekannt, sollen zu ihren Mitmenschen aber recht ruppig gewesen sein). Während des improvisierenden Zusammenspiels müsssen sich Solist und Rhythmusgruppe immer aufeinander abstimmen, Reibungen werden in Harmonie aufgelöst, um an anderer Stelle wieder neu zu entstehen. Und da wir durch Kontraste wahrnehmen, erleben wir das Spiel als belebend.

Dieses Wechselspiel gut hinzukriegen, erfordert langes Üben. Wer also glaubt, im Leben müsse sofort alles glatt gehen und Harmonie herrschen, wird enttäuscht und krank werden. Normal ist die Reibung, Harmonie gibt es zwischendurch und wenn man die Kunst gut beherrscht, kann man Reibung schnell in Harmonie überführen.

2. Fehler sind prima

In der Jazzmusik gibt es keine Fehler, nur gut und weniger gut gewählte Töne. Dabei entsprechen die gut gewählten Töne eher unseren Hörgewohnheiten, während die anderen uns auf neue Pfade locken. Tatsächlich passieren im Solo immer wieder Fehler und berühmte Jazzmusiker wünschen sich, endlich mal das spielen zu können, was sie im Kopf haben. Zum Glück gelingt es ihnen nicht; sie hätten niemals die Möglichkeit, ihre Hörgewohnheiten verlassen zu müssen und würden sich irgendwann sogar selbst langweilen.

Fehler sind die willkommenen Überraschungen des Alltags. Ohne Fehler wäre meine Frau niemals darauf gekommen, daß die Muffins aus der Backmischung mit der doppelten Menge Milch saftiger werden und man auch zwei mehr aus der Packung herausbekommt.

3. Frauen mögen's wild

Entspannung steigert das Selbstwertgefühl - aber nur bei Männern. Das fanden Forscher bei einem Biofeedback-Experiment heraus. Womit Frauen ihr Selbstwertgefühl steigern, verrieten die Forscher nicht, aber Vieles spricht dafür, daß  sich Frauen gern aufregen und sich gut dabei fühlen. Möglicherweise ist die Kombination der beiden Selbstwertsteigerungsstrategien ein Erfolgsrezept der Menschheit. Zumindest für den Fischer und sien Fru Ilsebill, die ihn immer wieder zur immer tosenderen Ostsee schickte, um sich vom Buttje Timpetee einen immer höheren Sozialstatus zu wünschen. Sie wird als nicht sehr freundlich beschrieben und der Mann so, als wollte er nur seine Ruhe haben. Zusammen waren sie ein prima Team. Oder man werfe einen Blick auf die "Not the shoes!"-Szene mit Tom Waits in Jim Jarmuschs Film "Down by law" und stelle sich Mann und Frau in gegenteiliger Rolle vor: Die Sequenz zeigt die Freundin kreischend und psychologisierend, während Tom Waits wortkarg auf der Bettkante hockt und erst dann kurz aktiv wird, als die Freundin nach den Platten auch seine Schuhe auf die Straße pfeffern will. Letztes Argument: In der Internet-Ausgabe von "Men's Health" stieß ich auf einen Ratgeberartikel für überforderte Männer:: "Wie man Frauen besänftigt". Happy wife, happy life!

Also, Frauen und Männer gehören so und deshalb sollte man das mit dem nötigen Humor nehmen.

Was das mit Jazz zu tun hat? Angeblich lieben Frauen die gefühligen Balladen, aber wahrscheinlich nur, weil sie sich aus dem tiefen Entspannungkeller höher in den Aufregunsghimmel schrauben können.

Natürlich muß man solchen Ausführungen mit der nötigen Skepsis begegnen. Es mag sein, daß es geschlechtsspezifische Tendenzen gibt. Allerdings unterliegt alles der Gaußschen Normalverteilung, d.h. es gibt ganz wenige kleine Frauen, ganz viele durchschnittlidch große Frauen und wiederum ganz wenige wirklich große Frauen. Im Durchschnitt sind sie kleiner als Männer, im Einzelfall kann aber eine Frau einen Mann überragen, wie Carla Bruni Nicolas Sarkozy.

4. Der Rhythmus, mit dem man mit muß

Natürlich spielen Jazzmusiker nicht wild durcheinander, selbst wenn sogar dabei etwas herauskommt. Es gibt zwischen Menschen offenbar eine Tendenz, zueinander kommen zu wollen. Aber im Allgemeinen einigt man sich sowohl auf ein Lied wie auch auf das Tempo, in dem man es spielen will. Der Takt hält die Truppe zusammen und der Schlagzeuger ist der wichtigste Mensch in der Gruppe. Hält man sich an den Takt, stellt man fest, daß man alle Zeit zwischen den Schlägen hat, kommt gelassen ans Ziel und es klingt auch noch gut. Selbst die abenteuerlichsten Passagen werden akzeptiert, wenn sie im Takt gespielt werden. Anders, wenn man treibt. Man strengt sich mehr an, es reibt und klingt gar nicht mehr so gut. So läuft es in Organisationen auch und sowohl dort wie auch in der Musik ist es akzeptabler, wenn jemand hinter dem Beat hinterherläuft als wenn er vor dem Beat spielt. Und verschiedene Organisationen entwicklen ihr eigenes Tempo. Neulich sah ich bei Stefan Raab einen Ausschnitt aus einem Gospelkonzert, in dem eine deutsche katholische Nonne im gemächlichen Tempo ihrer Kirchenchoräle sang, während die amerikanischen Rhythmusgirls im Hintergrund Tempo machten. Das klang lustig, aber nicht stressig. Und ist wieder ein Beispiel dafür, wie weiterführend Fehler sind. Ein normales Gospelkonzert hätte niemals Eingang in TV total gefunden und wäre auch hier nicht erwähnenswert gewesen.

5. Jazz und Drogen

Stan Getz, Charlie Parker, Gerry Mulligan und Chet Baker, um nur einige zu nennen, waren schwer drogenabhängig. War das der Schlüssel zu ihrer hinreißenden Musik? Nein! Benny Carter sagte, Drogen hätten sie nicht besser, sondern einfach nur müder gemacht. Er wäre bei einem Auftritt sogar mal eingeschlafen. Manchmal ist man erstaunt, wie lange sich Rauschmittelabhängige sogar in Führungspositionen halten. Das geht nur, weil sie Routinen abspulen, Neues entwickelt sich da gar nicht. Konzerte von berauschten Jazzgrößen, wenn sie sich denn auf der Bühne halten konnten, waren ernüchternd langweilig, wie ich mir erzählen ließ. Nach meiner eigenen Erfahrung ist am Morgen nach einem mäßigen Rausch körperlich eine Menge möglich, sogar ein Motorrad mit Beiwagen zu fahren und das Testgerät würde auch Null Promille zeigen. Aber intellektuell ist noch nichts möglich, was ich mal auf einer Probe erlebte. Seither halte ich Abstand vom Alkohol, wenn ich am nächsten Tag mein Gehirn brauche. Haschisch ist auch nicht so harmlos, wie manche es gern hätten. Schon geringe Mengen können bei der entsprechenden Anlage eine Schizophrenie auslösen. Ich kenne einen solchen traurigen Fall. Also Finger weg, wie es auch die modernen Jazzmusiker handhaben.

6. Musiker, bleib bei Deinen Noten!

Noten sind Anleitungen zum Spielen: Komponisten denken sich gewagte Akkorde und Harmoniesprünge aus und die Musiker sind die ausführenden Organe, die die Idee des Komponisten zu Gehör bringen. Eigene Ideen haben da wenig Platz. Einige mögen sich in dieser starken Struktur wohl fühlen, Anderen liegt das nicht, Jazzmusikern beispielsweise. Für sie gibt es auch Noten (das "Realbook" ist die wohl bekannteste Notensammlung), aber das sind nur lockere Vorschläge, wie ein Lied gespielt werden könnte. Sozusagen als Verhandlungsbasis für die Gruppenmitglieder, die im Zusammenspiel ihre Variante des Stückes aushandeln. Gut zuhören können ist dabei von Nutzen und die Beiträge der Anderen wertschätzen zu können. Der Anfang wird immer etwas chaotisch sein, was nur gut ist, denn nur so können sich Qualitäten herausbilden.

Wird die Jazzband größer und weitet sich zur Bigband aus, wird der Wunsch nach vorgefertigter Struktur auch größer. Es gibt Noten, Arrangements und einen Leiter. Aber es gibt auch Solisten, die sich musikalisch austoben dürfen. Nicht jeder möchte sich in einer Bigband so ins Rampenlicht stellen, aber jeder könnte es. Diese potentielle Freiheit scheint zu reichen, um Streß zu minimieren. Mir ist nicht bekannt, daß Jazzorchester ähnlich unter psychosomatischen Erkrankungen und zwischenmenschlichen Konflikten leiden wie klassische Orchester.

Es scheint also gut für Gruppen zu sein, Andere zu wertschätzen und ihre Beiträge als Versuch zu werten, die Gruppe voranzubringen und zwischendurch so sein zu lassen, wie sie sind. Das bedingt jedoch, daß jeder etwas beiträgt. Geschieht dies nicht, ist dies auch einer Erwähnung wert.

7. Der Langsamste bestimmt das Tempo

Jazzmusiker sind im Allgemeinen recht lieb zueinander, freuen sich über die Beiträge der Anderen und lachen darüber, wenn sich einer beim Solo im Notendschungel verfranst, der Pianist spielt dann ganz deutlich die Akkorde, der Bassist die Grundtöne und der Schlagzeuger betont die "Eins", um ihm wieder herauszuhelfen. Jeder kennt das und dieses Risiko des Scheiterns einzugehen macht einen Teil des Spaßes aus. Jazzmusiker gucken sich auch gern voneinander etwas ab und lassen sich von Mitspielern inspirieren. So finde ich den Saxophonisten Charles Rouse in der Kombination mit dem Pianisten Thelonious Monk am besten. Deshalb wünschten sich zu Thelonious Monks Lebzeiten viele Musiker, einmal mit ihm spielen zu können und sich zu ihm hoch zu orientieren. Aber nur Wenigen war das vergönnt. Hätte Thelonious sich nicht ein wenig häufiger runterorientieren können?

Das kann man mal machen, aber richtig Spaß macht es auf gleicher Ebene. In Bands wird es auch nur begrenzt toleriert, wenn einer dauerhaft nicht übt oder er bekommt den expliziten Platz als Unikum in der Show (wie Serge Gleitmann mit seinen Fusselhaaren bei Helge Schneider. Aber seinen Part übt er auch!). Dafür muß der Rest aber stimmen.

Nimmt man Ehepaare als Duo, gilt Gleiches: "Könnte meine Frau nicht mal ein bißchen rechtzeitiger sein?" oder "Könnte mein Mann nicht mal ein bißchen ordentlicher sein" heißt eigentlich: "Ich kann mit der Art meines Partners nicht umgehen. Ich muß das lernen." Merkwürdige Verhaltensweisen Anderer können ein willkommener Anlaß sein, zu lernen, damit umzugehen. Aber runterorientieren, d.h. der Andere ändert sich, damit ich mich nicht zu verändern brauche, bringt auf die Dauer Verdruß.

"Der Langsamste bestimmt das Tempo" führt letztendlich zum Stillstand.

8. Dem Bandmanager muß es gutgehen

Nervig, die Rumtelefoniererei für den nächsten Auftritt oder die Tour. Was sollen wir überhaupt spielen? Mit wem? Wer fährt? Mist! Ein Manager muß her!

Häufig waren es Einflüsse von außen, die Musikern Erfolg brachten. Bekannt ist die Plattenproduktion "Blue Note Records" vom Jazzenthusiasten Alfred Lion und seinem Freund Francis Wolf, dem Jazzphotographen, der die Musiker ins rechte Licht rückte. Aufgenommen wurde bei Rudy Van Gelder, der für sein Tonstudio zu Hause die Wand zwischen Wohn- und Schlafzimmer einriß. Mir ist nicht bekannt, was die Ehefrauen zum Treiben ihrer Männer sagten. Ich glaube, sie schwiegen klug, denn das Unternehmen war äußerst erfolgreich und auch beliebt bei den Musikern, die mit allem versorgt wurden, was sie so brauchten: Alkohol und Geld für die Aufnahmeproben. Alfred Lion und Francis Wolf bewiesen ein besonderes Händchen für junge Talente, deren Karriere sie anschoben und sie verdienten selbst gut daran.

Warum nicht? Ohne Blue-Note-Records wäre die Jazzwelt ärmer und einige Musiker auch. Alfred Lion und Francis Wolf nahmen die Rolle der Musikerversorger ein und machten ihre Sache gut. Anderen Vorsorgern sollte es nicht schlechter gehen, Politikern, Firmenschefs und Eltern. In dieser Reihung wird es allerdings schwerer, sich dieser Versorger zu entledigen, sollten sie ihre Sache nicht so gut machen. Politiker - klar, alle vier Jahre. Firmenchefs, da benötigt man manchmal die Unterstützung der Verbraucher, die bei Firmen, die ihre Leute schlecht behandeln, einfach nicht kaufen, bevor man dem Arbeitsplatz den Rücken kehrt.

Und Eltern? Volljährigkeit ist hilfreich und ein einigermaßen gutes Abschneiden in der Schule. Allerdings geht es mit dem Gutgehen in einigen Familien drunter und drüber. Wenn sich alles ums Kind dreht und die Versorger auf dem Zahnfleisch gehen, ist niemandem geholfen. Kinder sind auf gut aufgelegte Eltern angewiesen, die nicht immer unbedingt zuerst danach fragen, was die Kinder wollen. Das überfordert den Nachwuchs gnadenlos, als ihm zum Einen die Verantwortung für das familiäre Wohlbefinden übertragen wird und ihm die Möglichkeit nimmt, gegen elterliche Entscheidungen eine eigene Position entgegenzusetzen und daran zu wachsen, zum Anderen ist der Horizont der Kleinen noch so begrenzt, daß sie, sich selbst überlassen, sich auf die wenigen, ihnen bekannten Auswahlmöglichkeiten beschränken müssen. Werden die dann von Kindsseite produziert, geht es Eltern spätestens bei einer Freizeitbeschäftigung namens "shoppen" schlecht. Vollkommen verloddern Kinder, denen die Eltern auch diese Variante ermöglichen können.

Man kann sogar so weit gehen, zu sagen, das Wohlergehen der Eltern ist manchmal wichtiger als das Wohlergehen der Kinder. Besonders deutlich wir dies, wenn Eltern krank werden und die ganze Infrastruktur der Familie droht, zusammenzubrechen. In Krankenhäusern sind Kinderstationen häufig gut mit Spendengeldern ausgestattet, so daß sich zusätzlich zu den Eltern ein großer Sozialstab um die Kinder kümmert. Heulen und Zähneklappern gibt es dagegen auf den Erwachsenenstationen, wo Eltern liegen, die nicht mehr für ihre Kinder und Angehörigen sorgen können. Vernünftigerweise sollte dorthin mehr gespendet werden. Unter "Links und Rechts" ist deshalb eine Spendemöglichkeit zugunsten erwachsener Kranke zu finden.

neu: 9. Auf die Art kommt es an

Es gibt Jazzmusiker, die können die kompliziertesten Sachen in einer rasenden Geschwindigkeit spielen und nach drei Stücken sagt man: "So, nun reicht's!" Und es gibt Musiker, die spielen drei lange Töne und die Mädels ärgern sich, daß sie ihre Jeans angezogen haben und sie nicht an das rankommen, was sie am liebsten auf die Bühne werfen würden (DER Musikertraum überhaupt, besonders von Saxophonisten. Es sollen schon welche von der Klarinette auf das Saxophon umgestiegen sein, weil sie glaubten, damit mehr Schlag bei den Frauen zu haben. Die Realität sieht häufig nüchterner aus. Tom Jones beklagte sich, daß die Größe der Unterhosen, die auf der Bühne landeten, immer größer würde und die Mädels sich noch nicht einmal die Mühe machten, das Preisschild zu entfernen.). Was ist da los? Es ist die Art und Weise, wie das Instrument gespielt wird, die die entsprechenden Gefühle auslöst. Das braucht nichts mit akademisch ausgefeilter Technik zu tun haben. Ben Webster hatte nach Violin- und Klavierunterricht gerade mal 10 Stunden Saxophonunterweisung und wollte das nun richtig an der Musikhochschule lernen. Also spielte er dem Professor vor. "Herr Webster," hub der an, "Ihr Lippenansatz, die Art, wie Sie da reinpusten und wie Sie die Klappen betätigen - unmöglich. Bleiben Sie dabei!" Und Ben blieb dabei, wurde berühmt, nur mit den Frauen klappte es nicht. Die einzige, mit der er verheiratet war, schmiß er aus dem Fenster, als er herausbekam, daß sie ihn betrog. Sie überlebte und Ben kam um den Knast herum. Aber seitdem ließ er die Finger von Frauen und sorgte bei seinen ausgedehnten Europaaufenthalten lieber dafür, daß seine ältlichen Zimmerwirtinnen ihn betütelten. Komisch, daß er nicht mit Frauen umgehen konnte, ist er doch mit Mutter (die sein Klavierspiel verhindern wollte) und Großmutter (die für Disziplin und Ordnung sorgte) in einem reinen Frauenhaushalt aufgewachsen...

Also Mädels, wenn der Alte eine Niete im Bett ist und den Müll nicht rausbringt, obwohl alle Gliedmaßen vorhanden sind, liegt es vielleicht an der Art, wie ihr mit ihm umgeht. Ehe ihr beim nächsten ein ähnliches Desaster erlebt, holt euch Rat und bildet euch fort, am besten bei einem Spezialisten (nein, kein Lover! Der ist für's Vergnügen da und für die Fortbildung, wenn's beim Alten wieder klappt). Döver wird man davon nicht und dann kann man immer noch entscheiden, ob man zum Lover wechselt. Der läßt sich aber nicht scheiden. Männer sind duldsam!